Dr. med. Christiane Neudert

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Nahrungsmittel-Allergien und -Unverträglichkeiten

Wenn Ernährung krank macht

Nahrungsmittel-Unverträglichkeit nicht immer die Ursache

Mit verschiedenen Befindlichkeitsstörungen nach dem Essen müssen viele Betroffene rechnen. Nicht immer versteckt sich dahinter allerdings eine pathologische Ursache. Denn unabhängig von Verwertungsstörungen, Allergien oder Intoleranzen führen bestimmte Nahrungsmittel auch bei einem großen Teil gesunder Personen zu unerwünschten Reaktionen wie Sodbrennen, Blähungen, Meteorismus, Völle- und Druckgefühl, Bauchschmerzen und Durchfällen. Auslöser sind schwer verdauliche Lebensmittel oder solche mit Bestandteilen, die generell blähend wirken (Senföle, Lauchöle) oder die im Dünndarm nicht aufgenommen werden können.

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten versus Nahrungsmittel-Allergien
Im Gegensatz zu Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten führen Nahrungsmittel-Allergien zu einer typischen allergischen Reaktion, die sich als klassische immunologische Früh- oder Spätreaktion manifestiert. Die Nesselsucht gilt als typische Folge: Die Haut rötet sich (Erythem), schwillt an und bildet Quaddeln, im Bronchialsystem schwillt die Atemwegsschleimhaut und die Atemwege verengen sich, die Nase meldet sich mit Niesattacken und beginnt zu laufen. Im schlimmsten Fall reagiert der ganze Körper mit Blutdruckabfall und Kreislaufzusammenbruch bei anaphylaktischem Schock.

 

Als Nesselsucht isoliert an der Haut oder als orales Allergie-Syndrom mit Schwellung von Mundschleimhaut, Lippen und Zunge, Kratzen und Jucken im Hals sowie Schluckbeschwerden manifestiert sich die typische Nahrungsmittel-Allergie weitaus häufiger. Der Verdauungstrakt ist dabei eher selten betroffen.

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
Die Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten (Nahrungsmittel-Intoleranzen), die auf einen angeborenen oder erworbenen Enzymdefekt oder eine Verwertungsstörung bestimmter Nahrungsmittelbestandteile beruhen, sind viel häufiger als die immunologisch bedingten Lebensmittel-Allergien.

Unterteilung der Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

1. Laktose-Intoleranz
Die Laktose-Intoleranz (Lactose-Unverträglichkeit) ist die häufigste Form. Sie entsteht durch einen erworbenen oder angeborenen Mangel am Enzym Laktase, das für die Aufspaltung von Laktose in Glukose und Galaktose notwendig ist.

2. Laktase-Mangel
Zwischen einem Laktase-Mangel und der Laktose-Intoleranz muss unterschieden werden. Beim Mangel handelt es sich um einen kompensierten Zustand, der durch Laktosezufuhr manifest wird, das heißt erhebliche Beschwerden auslöst. Da die Erkrankung ein buntes Symptombild hervorrufen kann, wird sie häufig verkannt. Zudem ist es für die Betroffenen häufig nicht erkennbar, dass der auslösende Faktor Milchzucker ist. Denn auch wenn sie Milchprodukte meiden, hören die Beschwerden oftmals nicht vollständig auf.

3. Fruktose-Intoleranz
Bei der Fruktose-Intoleranz leiden die Patienten an einem Transportdefekt für Fruktose im Darm. Es gelangen daher größere Mengen Fruktose in den Dickdarm, wo er wie alle Zucker Bakterien als Nährstoff dient und zersetzt wird. Auch hier die Folgen: Bauchschmerzen, Koliken, Blähungen oder Durchfälle.

4. Saccharose-Isomaltase-, Trehalose-, Galaktose- und Amylose-Intoleranz
Ein deutlich kleinerer Anteil verträgt andere Zucker schlecht oder gar nicht. Dazu gehören Saccharose-Isomaltase-, Trehalose-, Galaktose- und Amylose-Intoleranz (Amylase-Defizienz), die alle extrem selten sind. 

5. Histamin-Intoleranz
Einige Zusatzstoffe wie Histamin, Farbstoffe oder vasoaktive Amine wirken bei anfälligen Personen direkt auf die verschiedenen Effektororgane des Immunsystems: Augen, Atemwege und Haut. Da keine vorherige Aktivierung des Immunsystems stattfindet, spricht man von pseudo-allergischen Reaktionen. Bei Histamin führt dies zur sog. Histamin-Intoleranz.

6. Gluten-Unverträglichkeit
Zu den Nahrungsmittel-Intoleranzen zählt auch die Gluten-Unverträglichkeit oder einheimische Sprue bzw. Zöliakie, bei der Betroffene Gluten als Bestandteil verschiedener Getreidesorten nicht vertragen. Bei der ernsten Erkrankung der Sprue lassen sich Antikörper gegen die Gliadenfraktion des Glutens nachweisen. Aber auch bei der Gluten-Intoleranz führt die Zufuhr von Gluten zu einer chronischen Entzündung der Darmschleimhaut. Durchfälle und Mangelversorgung sind die Folgen, außerdem erhöht sich die Gefahr für Darmkrebs.

Nahrungsmittel-Unverträglichkeit: Nachweisverfahren

In meiner Praxis kann ich feststellen, ob es sich bei den Beschwerden um eine Reaktionen auf schwer verdauliche Lebensmittel oder um »echte«, also rein immunologisch bedingten Nahrungsmittel-Allergien oder Enzymdefekte handelt. Durch eine genaue Anamnese, allergische Hauttestungen, Provokationstests, Atemtests und spezielle Blut- und/oder Stuhluntersuchungen kann die Ursache gefunden werden.

Darüber hinaus biete ich Ihnen Lösungen im Umgang mit den gefundenen Ergebnissen an.